Biancas Corona-Alltag

Bianca Nguyen ~ 20. Juli 2020

Kurz zu mir:

Mein Name ist Bianca N. und ich gehe momentan noch in die 11. Klasse. Vielleicht kennen mich manche schon vom Sehen, da ich mich im Schulsanitätsdienst und in der SMV engagiere. Zu meinen Hobbies gehören Tanzen und das kreative Arbeiten im Sinne von Zeichnen, Malen und Basteln. Dazu werdet ihr in meinem Eintrag auch noch etwas lesen können, in dem ich euch von drei meiner Tagesabläufen erzähle. Fangen wir also damit an…

 

 

Ugh…

Ich mache meine Augen auf, blinzle kurz zwei-, dreimal und drehe mich zu meinem Wecker um. 11:40 Uhr.

11:40 Uhr?! Schon so spät?

Normalerweise wache ich nie so spät auf. Bei uns gibt es nämlich zwischen 12 und 13 Uhr irgendwann Mittagessen. Es ist Sonntag, der 17. Mai 2020. Zum Glück ist an dem Tag keine Konferenz, sonst hätte ich früher aufstehen müssen.

13 Uhr Mittagessen. Danach Hausaufgaben. Physik, um genauer zu sein. In der Woche hänge ich sehr hinterher, weil ich mitten in der Woche einen Tag lang komplett flachlag, da ich Kopfschmerzen und Fieber hatte. Danach plagten mich Kopf- und Ohrenschmerzen. In dieser Woche fühlte ich mich insgesamt richtig gestresst von mir selbst. Das sorgte dafür, dass zu meinen Schmerzen noch Motivations- und Konzentrationsprobleme hinzukamen. Den Stoff konnte ich mittlerweile wieder nachholen und mir geht es auch wieder besser. Obwohl es da so bestimmte Fächer gibt, in denen meine Motivation, nun ja, nicht vorhanden ist. Noch weniger als im Präsensunterricht; schließlich herrscht da noch ein gewisser Druck, der zuhause natürlich nicht vorhanden ist. Mal sehen, wie ich zurechtkomme, wenn die Schule wieder für mich beginnt.

17 Uhr. Meine kleine Schwester und ich ziehen uns um, wir haben nämlich vor, rauszugehen und ein paar Bilder zu machen. Ein kleines Fotoshooting also. So kommen wir mal raus und machen etwas Entspanntes nach den Hausaufgaben. Frische Luft tut wirklich gut (auch wenn Heuschnupfen etwas nervt…) und wir bewegen uns zudem ein bisschen mehr, anstatt nur am Schreibtisch zu sitzen. Nach ungefähr 1,5h gehen wir wieder nach Hause und essen zu Abend. Danach chille ich noch eine Weile bei meiner Familie und gehe schlussendlich hoch, um auf Discord mit Freunden zu reden. Übrigens: Wusstet ihr, dass es einen THG-Discord-Server gibt?

Wie viel Uhr ist es eigentlich mittlerweile?

Ich gucke auf die Uhrzeit an meinem Laptop. Achso, nach 2 Uhr. Naja, eigentlich wollte ich früher schlafen gehen, morgen findet nämlich eine Konferenz statt. Dann gehe ich mal schlafen.

Dingdingdingding!

Bin ich nicht gerade erst eingeschlafen? Egal, was soll’s. Noch 1,5h bis zur Konferenz.

Nach dem Frühstück begebe ich mich mitsamt meines Laptops, meines Headsets und eine lateinischen Text in den Keller und mache es mir auf dem Sofa gemütlich. Nun folgen 90min Lateinunterricht per BigBlueButton, was auch bis zum Ende des Schuljahres so ablaufen wird. Es funktioniert erstaunlich gut, die Breakout-Rooms ermöglichen zeitweilige Gruppenarbeiten.

Nach der Konferenz und meinem Mittagessen widme ich mich den neuen Hausaufgaben. Wie immer fange ich zu allererst mit Chemie an – meinem Lieblingsfach. Dafür habe ich immer Motivation. Danach folgen ein paar andere Aufgaben und das war’s dann auch. Der restliche Tag verläuft wie fast jeder Tag: Youtube schauen, Musik hören, Essen und Discord. Vor ein paar Wochen bin ich noch wöchentlich mehrmals joggen gegangen. Irgendwann hatte ich dann keine Motivation mehr, ebenso plagte mich mein Heuschnupfen, besonders weil ich gerne in Feld- und Waldgegenden jogge.

Springen wir zum 29. Mai.

Nachdem ich erst einmal um 10:30 Uhr von meiner Mum erschreckt werde, die plötzlich neben meinem Bett steht, stehe ich um 12 Uhr auf. Ich musste mich von diesem Schreck erholen. Nach dem Mittagessen mache ich Sport. Wer von euch mich persönlich kennt, wird jetzt vielleicht lachen. Aber das ist kein Scherz. Ungefähr 60min lang mache ich diverse Workouts in meinem Zimmer, da die dauernde Sitzerei meiner Muskulatur nicht gerade guttut.

Hausaufgaben werden an diesem Tag natürlich auch erledigt, aber da brauche ich nicht genauer drauf eingehen. Als auch diese erledigt sind, widme ich mich einer anderen Aufgabe. Kennt ihr die Seite Fiverr? Auf der kann man seine Dienstleistungen anbieten und für die Bearbeitung von Aufträgen Geld verdienen. Ich biete dort unter anderem an, deutsche Texte Korrektur zu lesen. Einerseits mag ich diese Aufgabe, andererseits kann ich Leuten damit helfen uns selbst noch Geld damit verdienen. Also verbringe ich einige Zeit damit, die Artikel meines Auftraggebers zu korrigieren, die von verschiedenen Werkzeugen wie Kettensägen, Akkuschraubern etc. handeln. Interessant

 

Das war einiges an „Büroarbeit“, die schon erledigt ist, deswegen entspanne ich mich abends mit einer kreativen Arbeit und bastle etwas. Falls euch interessiert, was genau, könnt ihr euch gern die Bilder anschauen.

Das ist eine Pop-Up-Karte. Wenn man sie aufmacht, sieht man noch mehr von den süßen Vögeln. Das Ganze ist teils gemalt, teils gebastelt. Kostete mich am Ende des Tages doch ganz schön viel Zeit und Mühe, aber ich mag das Ergebnis.

 

So, kommen wir nun zum Schluss dieses Artikels. Während ich das alles hier gerade schreibe, ist es schon Anfang Juni, mitten in den Pfingstferien. Es steht bereits einige Zeit fest, dass der Schulbetrieb für alle Klassen nach den Ferien teils wieder aufgenommen werden soll. Ein bisschen freue ich mich ja schon, auch wenn ich nicht alle meine Freunde wiedersehen kann. Außerdem habe ich dadurch wieder einen von außen geregelten Tagesablauf und feste Aufsteh- und Schlafenszeit. Mal sehen, wie das Ganze ablaufen wird!