Lehrer aus dem Homeoffice - Auch ihnen ist langweilig

Mara Siegel & Marlene Munz ~ 20. Juli 2020

Wisst ihr, dass Herr Christoph eigentlich nicht Lehrer werden wollte. In Wahrheit träumte er

davon Model zu werden. Darum nutzt er jetzt die Zeit, um auf seinen Wunschberuf

hinzuarbeiten. Wobei ihn seine Frau tatkräftig unterstützt und ihm den neusten Frisurentrend schnippelt.

Herr Hahn dagegen lässt seine Haare lang wachsen, aber mit den Zöpfchen klappt es leider

noch immer nicht. Während er darauf wartet, dass seine Haare endlich lang genug sind, spielt er fast ununterbrochen Klavier und trinkt zwischendurch zuckerfreie Getränke.

 

Bei Frau Wille dagegen ist der Alltag nicht ganz so entspannt, da sie die Sofadecke, die ihr Sohn Franz zerschnitten hat, von Hand flicken muss. Tja, das kommt davon, wenn man mit den Schülern so eine Lektüre wie „Löcher – die Geheimnisse von GreenLake“ liest.

Während bei Frau Wille das Flickzeug schon fast aufgebraucht ist, hat Frau Börret etwas

wirklich im Überfluss: Äpfel. Das kommt daher, dass sie mit uns nicht mehr „Quelle neuf c’est le bof“ spielen kann. Daher muss sie die Äpfel, die sie sonst an die Gewinner verschenkt, selbst essen (aber Vorsicht! Das geht auf die Figur!).

 

Bei Frau Shell hat auch etwas im Überfluss, nämlich die Ideen für ihren Garten, der leider schon völlig umgestaltet ist, weshalb sie nun schon auf die Gärten der verärgerten Nachbarn

umsteigt. Alles nur aus Langeweile.

 

Im Gegensatz zu Frau Schell hat Frau Remppis keine Langeweile, da sie sich auf eine

Videokonferenz mit ihren Schülern vorbereiten muss. Dazu hat sie zwei Fische gekauft – einen zum Probieren und einen für die Konferenz. Da das Sezieren beim ersten Fisch leider schiefging, hat sie auch noch den zweiten aufgebraucht. Da dieser Versuch erneut fehlschlug, kauft sie sich noch weiter Fische zum Üben, damit dann bei der Konferenz alles perfekt klappt. Nachdem sie die Fische gekauft hatte, vergisst sie beim eifrigen Üben leider die Zeit und als sie dann einen Fisch fehlerfrei seziert hat, wirft sie einen Blick auf die Uhr und bemerkt dann, dass die Konferenz bereits seit 20min beendet war. Uups!

 

Frau Rieger dagegen will mit ihren Schülern keine Fische sezieren. Nein, sie möchte, wenn

wieder Unterricht ist mit ihnen Trampolin springen. Sehr zum Leidwesen ihres Mannes hat sie das Bett zu einem Trampolin umfunktioniert, wo sie bis spät in die Nacht hinein Sprünge und Drehungen ausprobiert. Ein paar Stunden Schlaf gönnt sie sich dann auf dem Sofa. Deshalb musste ihr Mann in die rosa gekachelte Familienbadewanne umziehen. Sein Pech, wenn Frau Rieger nach dem Hüpfen auch noch Baden will…

 

Frau Günzler-Markert war zuhause ebenfalls ziemlich langweilig, doch nun hat sie sich eine

Beschäftigung zugelegt: Sie ist nun Beauty-Produkttesterin. Was dazu führt, dass sie tagtäglich Tonnen von Lippenstift und Puder in ihre extra dafür angeschafften, drei neuen Briefkästen gesteckt bekommt.

 

Wir hoffen ihr habt einen kleinen Einblick in den Corona-Alltag unserer Lehrer bekommen.

Zumindest so wie wir in uns vorstellen.

 

Kleine Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel ist mit Humor zu nehmen und soll niemanden beleidigen. Die Beschreibungen entspringen der Fantasie der zwei Autorinnen, die selbst sagen: „Und man denke immer dran, jeder lache was er kann“.